Interview mit Familie Haas
von Matthias H.
18. Oktober 2025

Wer gehört zu Eurer Familie?
Zur Familie gehören Sarah, Markus, Michel und Simon.
Michel und Simon, Ihr geht zur Schule. In welcher Schule und welchen Klassen seid Ihr Beiden?
Michel: Ich bin in der 6. einer nahen Gesamtschule. Meine Klasse ist ganz nett. Die Lehrer finde ich auch toll. Ein wirkliches Lieblingsfach habe ich nicht, nur Englisch mag ich nicht.
Simon: Ich bin in der 3. auf der örtlichen Grundschule. Ich mag Mathe sehr. Die Lehrer mag ich sehr gerne.
Woher stammt Ihr als Ehepaar ursprünglich und wo hast Du, Markus, in den letzten Jahren gearbeitet?
Wir kommen ursprünglich aus Neunkirchen bei Siegen. Dort sind wir in verschiedenen Ortsteilen groß geworden und haben uns über die Jugendarbeit im CVJM kennengelernt.
Die letzten 15 Jahre waren wir in Bad Marienberg, einem Luftkurort im Hohen Westerwald. Dort war ich als Pastor der EG für anfänglich drei Gemeinden zuständig.
Sarah, Du kümmerst Dich zurzeit darum, dass Ihr als Familie hier gut ankommt. Was hast Du bisher beruflich gemacht?
Ich habe nach dem Abitur eine Ausbildung bei der Barmer als Sozialversicherungsfachangestellte gemacht und bis zur Geburt von Michel im Beitragscenter in Siegen gearbeitet. Während der Elternzeit kam es zu einer Umstrukturierung der Stelle und ich habe die Krankenkasse verlassen. Nach der Elternzeit von Simon habe ich zuerst in der Verwaltung einer Facharztpraxis in Betzdorf gearbeitet und habe dann in eine Praxisgemeinschaft nach Bad Marienberg gewechselt.
Womit verbringt Ihr Eure Freizeit? Was sind Eure Hobbys?
Simon interessiert sich für Fußball und geht gerade unheimlich gerne zum Fußballtraining.
Michel ist bei uns der Eisenbahner. Züge, Schrankenanlagen, Bahnstrecken – das ist sein großes Thema, egal ob an einem Bahnhof oder bei seiner Lego-Bahn.
Sarah entspannt beim Lesen und begeistert sich fürs Baletttanzen. Sie trifft sich gerne mit Freunden und ist jederzeit für ein Gesellschaftsspiel zu haben.
Markus ist gerne draußen, interessiert sich für alles Geschichtliche und wäre gerne öfters in den Bergen.
Sicher habt Ihr schon den Hüttenberger Handkäs mit oder ohne Musik probiert. Welche Siegerländer oder Westerwälder Spezialität würdet Ihr uns empfehlen?
Die Siegerländer und Westerwälder Küche ist recht ähnlich. Uns schmecken u.a. der Riewes und der Eierkäs.
Der Westerwälder Riewes (dt. das Geriebene) ist ein Kastenbrot, dass u.a. aus Kartoffeln hergestellt wird und besonders gut mit Butter und Salz schmeckt. Im Siegerland sagt man dazu Döffelsdijelskoche (dt. Kartoffeltiegelkuchen). Riewes sind dort Kartoffelpuffer.
Typisch für das Siegerland ist sicher auch der Eierkäs. Er ähnelt optisch einem Vanille-Pudding, besteht aber aus Eiern und Zucker. Zur Herstellung braucht man aber eine besondere Form. Er wird in Scheiben geschnitten, mit Zucker und Zimt bestreut und auf eine Scheibe Hefezopf gelegt.
Michel und Simon: Was gefällt Euch an der neuen Gemeinde? Worauf freut Ihr Euch?
Michel: Mir gefällt der Kinderchor sehr gut, aber auch die Jungschar. Kindergottesdienst ist auch gut.
Simon: Mir gefallen die Jungschar und der Kinderchor. Sonst fällt mir nichts ein.
Sarah und Markus, was fällt Euch bei der EFG Hüttenberg auf? Was ist anders als bisher? Was freut Euch?
Es ist aktuell recht interessant in viele Bereiche der Gemeinde hineinschauen zu können. Natürlich vergleichen wir das ein oder andere mit den beiden Westerwälder Gemeinden.
Die Musik ist natürlich ein Schwergewicht in der Gemeinde und ein enormes, missionarisches Aushängeschild. Der Jugendbereich ist beeindruckend. Das freut uns natürlich und ist für unsere Kinder auch direkt ein Anknüpfungspunkt gewesen. Andere Bereiche wie z.B. der Ablauf der Gottesdienste und die Jungschararbeit sind doch recht ähnlich.
Es gibt natürlich auch Sachen die anders sind. In Bad Marienberg-Langenbach war ich viel mehr in der Aufbauarbeit und im Kleinklein einer Gemeinde aktiv. Das betraf die Gründung von Hauskreisen, die Betreuung der Homepage und die Erstellung von Flyern, Plakaten und Presseartikeln. Das betraf die Bandarbeit, in der ich mich als Schlagzeuger einbringen konnte. Ihr konntet die Band übrigens 2022 auf dem EG-Jahresfest hören.
Das betraf die „Sprache der Liebe“ der Gemeinde. Sie ist eindeutig die Gastfreundschaft und das gemeinsame Essen, das in der Regel einmal im Monat stattfindet.
Das betraf das soziale Engagement bei der Unterstützung der Tafel in Bad Marienberg.
Beide Gemeinden waren aufgrund ihrer Größe (Langenbach: 75 Mitglieder, Lautzenbrücken: 17 Mitglieder) viel familiärer aufgestellt. Jeder kennt jeden. Glauben und Leben zu teilen, fallen leichter. Jedoch hat die Größe auch ihre Tücken. Immer wieder hatten wir erheblichen Mitarbeitermangel. Man muss mit deutlich kleineren Besucherzahlen in den Gruppen und Kreisen rechnen.
Ihr seid seit über 15 Jahren bei der EG, unserem Gemeindeverband. Was schätzt Ihr besonders an der EG?
Wir erleben die EG als einen familiären Verband. Die Wege zur Leitung, aber auch zu Kollegen und anderen Gemeinden sind in aller Regel recht kurz. Das verbindet und tut gut.
Wie kann die Gemeinde Euch helfen, gut in Hüttenberg anzukommen?
Wir freuen uns über und genießen die offene und herzliche Begrüßung und sind dankbar über manche Erklärung, wer mit wem verwandt ist und wie die Dinge so laufen.
Wir wünschen uns weiterhin geduldige Fragenbeantworter und Wegweiser, denn es kommt ja nicht nur ein Pastor an einer neuen Stelle an, sondern eine ganze Familie baut sich gerade eine neue Heimat auf. Wir freuen uns darauf euch näher kennenzulernen.
Wir wünschen Euch als ganze Familie viel Freude hier in Hüttenberg und Gottes Segen. Vielen Dank für das Gespräch.


